Ein Mann für eine Nacht von Marisa Mackle

Als die 30jährige Anna eine Einladung zum Klassentreffen bekommt, ist plötzlich Feuer auf dem Dach. Ist doch ausgerechnet die verhasste Victoria die Initiatorin dieses Events und Anna steht ohne Begleitung da. Und ohne Begleitung kann sie sich dort nicht sehen lassen! Im Job durchaus erfolgreich, ist eine Beziehung für Anna leider nur Wunschdenken.

Was viel verspricht und auch durchaus amüsant beginnt, flacht schnell ab und irgendwann fragt man sich ob Anna nicht irgendwie zurückgeblieben ist. In ihrer Verzweiflung und wohl auch Einsamkeit beginnt sie alles zu daten was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Da ist es auch egal, dass der Student Steve 7 Jahre jünger ist als sie und dazu noch liiert. Auch Rich, ein angehender ‚TV-Star‘, sowie Jake ein Bekannter ihrer Freundin machen Anna den Hof. Aber jeder von ihnen verfolgt ein ganz anderes Ziel und keiner von ihnen wird sich als Mr. Right heraus stellen. Mit Darren scheint sie endlich glücklich zu werden, doch der soll sich als die größte Pleite von allen erweisen. Und dann ist da noch Mark.

Obwohl sich Mark und Anna schon 10 Jahre kennen, so erfährt der Leser nichts von ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Und irgendeine sollten sie ja wohl haben, wenn man sich so lange kennt. Ausserdem erfährt man nur wenig wie die Protagonisten aussehen.

Dass auch Annas Freundin, Schulkolleginnen und Arbeitskolleginnen eine gewisse Rolle spielen ist ja in Ordnung, aber die ständigen Sprünge nerven ein wenig. Und phasenweise glaubt man, dass sich das Buch eigentlich um Claire, Annas beste und verheiratete Freundin dreht.

Mit den Protagonisten konnte ich nicht viel anfangen. Anna war mir zu oberflächlich, zu naiv und zu verzweifelt. Eine typisch TSTL-Heldin. Claire eine hysterische und frustrierte Tante und die Männer in Annas Leben empfand ich alle als nervig, plump und hinterhältig. Selbst an Annas Eltern konnte ich kaum einen netten Charakterzug finden.

Die wunderbaren Beschreibungen von Dublin und Irland geben den Ausschlag, dass dieses Buch kein totaler Flop ist. Aber wenn ich eine Beschreibung lesen möchte, dann kauf ich mir eben einen Reiseführer. Soweit der Kommentar einer lieben Bekannten. Und recht hat sie damit!

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