Jennissimo – Susan Mallery

Das Ende ihrer Ehe bedeutet für Jenna einen Neuanfang. Und den will sie in ihrer Heimat Texas wagen. Doch der Neuanfang ist schwer. Zu lange war sie fort, zu lose die Verbindungen zu ihren früheren Freundinnen. Und Jenna hat sich auch sehr verändert. Aus einem wagemutigen und enthusiastischen Mädchen, wurde eine zurückhaltende und vorsichtige Frau. Der Neubeginn in ihrem neugegründeten Geschäft droht ein Desaster zu werden. Doch mit Hilfe ihrer Angstellten Violett kann die drohende Pleite abgelenkt werden.  Doch das ist nur eine Sorge in Jennas Leben. Denn plötzlich stehen zwei Menschen vor ihr und outen sich als ihre Eltern ….Wer mit Jennissimo einen klassischen Liebensroman erwartet, der wird vermutlich enttäuscht werden. Zwar gibt es später eine neue Liebe für Jenna, doch im Fokus steht ihre Familie. Ihre Adoptivfamilie und ihre biologischen Eltern. Susan Mallery hat alle handelnden Personen liebevoll herausgearbeitet. Ihnen Macken, Ecken und Kanten gegeben. Und doch sind sie alle zusammen sehr angenehm.

Jenna, die immer wusste dass sie adoptiert wurde, geht mit ihrer neuen Familie anfangs sehr kritisch und zurückhaltend um. Ihre Mutter Serenity, die mit dem Universium spricht, erscheint ihr mehr als merkwürdig. Oftmals auch lästig und störend. Es stellt sich nicht nur für Jenna, sondern auch für den Leser die Frage, wieso die Mutter nicht schon früher nach ihrem weggegebenen Kind gesucht hat. Zu hoffen, dass ein Kind irgendwann den Weg ‘nach Hause’ findet, erscheint doch ein wenig träumerisch.

Doch Jenna beginnt ihre biologische Mutter zu schätzen und auch gern zu haben. Das bringt sie natürlich in einen Gewissenskonflikt mit Beth, der Frau die sie aufgezogen und immer geliebt hat. Und auch wenn Serenity ihr aller Leben durcheinander wirbelt und sie zum veganen Lebenswandel umpolen möchte, sowie ihrer Tochter gleich den ultimativ richtigen Mann aussucht und damit nicht überall auf Gegenliebe stösst, so schleicht sie sich in das Herz ihrer Tochter und gibt auch dem Leben der anderen positive Impulse.

Die Frage wieso sie so spät nach ihrer Tochter gesucht hat, zieht sich durch das ganze Buch. Und es gibt dann zum Schluß auch einen sehr traurigen Grund, wieso Serenity dann doch von sich aus diesen Schritt gewagt hat.

Zwar dreht sich alles um die Figur Jenna, die sich am Anfang sehr widerborstig und teilweise auch nervtötend verhalten hat, dennoch bekommt die gesamte Familie viel Raum. Ausserdem gibt es noch einen kleinen Nebenplot zwischen Violet und Dragon. Ein Bruder von Jenna, der ihr sofort sympathisch ist und ans Herz wächst.

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