Nicht ohne meinen Mops – Silke Porath

Eine Frau, zwei Männer und ein Mops. Kann das gut gehen? Es kann. Und wie!

Als Tanja ihre absolute Traumwohnung in Stuttgart findet, ist ihr sofort klar: Die muss es sein. Doch leider ist das Objekt der Begierde für sie allein nicht zu bezahlen! Also entschliesst sie sich eine WG zu gründen. Dazu braucht man allerdings Mitbewohner. Diese sind jedoch rasch gefunden und kurze Zeit später ist die bunte Truppe auch schon in den Wohntraum eingezogen.

Als jedoch Tanja wieder auf ihren Ex trifft und dieser auch noch seine schwangere Freundin am Arm hat, bekommt das neu geschaffene Idylle Sprünge. Und Tanja sinnt – mit Unterstützung – ihrer neuen Freunde und Mitbewohner auf Rache …..

Obwohl dieser süsse Mops das Titelbild ziert, dreht sich nicht alles um den hündischen Mitbewohner, der auf den Namen Earl of Cockwood hört. Obwohl das Buch vor Klischees trieft, ist es absolut amüsant und erfrischend zu lesen.

Tanja, eine Arzthelferin vom Land, ist in die große Stadt gezogen um sich mit ihrem Freund ein Leben aufzubauen. Leider ist zu Beginn des Buches nicht mehr viel davon übrig. Der Traum von der gemeinsamen Zukunft ist geplatzt, da ihr Ex die Finger nicht von der Sekretärin lassen konnte. Ausserdem jobt sie in einem Tabakladen und ihre berufliche Laufbahn endet schon sehr bald am Arbeitsamt.

Die neuen Mitbewohner Rolf und Chris lassen Tanjas Herz gleich höher schlagen. Zwei gutaussehende Kerle, die auch noch praktisch veranlagt und äusserst mitfühlend sind. Dem Leser wird schnell klar, was der im Geheimen schmachtenden Tanja lange verborgen bleibt. Chris und Rolf sind vom anderen Ufer. Das erklärt vielleicht ihre Häuslichkeit und gewisse Charakterzüge, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben.

Der Roman ist eine erfrischende Abwechslung zu dem, was sich sonst so auf dem Buchmarkt tummelt. Hier findet man sich nicht bei Reich und Schön wieder. Auch wenn die Thematik durchaus in anderen Büchern vertreten ist. Betrogene Frau fängt neu an und sucht wieder nach der großen Liebe. Jedoch verfängt sich die Protagonistin nicht in einem Wirrwarr von erzwungenen Probleme. Hier geht es um das Leben selbst. Freundschaft, Liebe, Arbeitslosigkeit, Geldprobleme. Tanja, Rolf und Chris hoppsen nicht von einer Party zur nächsten und hadern auch nicht mit den ‘Schicksalsschlägen’ der High Society. Sie sind Menschen wie du und ich. Manchmal ein wenig verplant, tuckig, hysterisch und doch sehr liebenswert.

Am Ende findet Tanja ihren Mr. Right! Leider ist genau das die Schwachstelle, die dem Buch einen Punkt gekostet hat. Für mich geht es am Ende einfach zu schnell und die kleinen Komplikationen werden zu schnell aufgelöst. Ein paar Seiten mehr und es wäre perfekt gewesen.

Ein Kommentar zu „Nicht ohne meinen Mops – Silke Porath

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