Die wunderbare Welt der Rosie Duncan – Miranda Dickinson

Seit einigen Jahren führt die Britin Rosie Duncan einen Blumenladen mitten in New York – das Kowalski. Dieses hat sie vom Vorbesitzer Mr. Kowalski selbst übernommen und arbeitet mit Ed und Marnie zusammen. Man kann behaupten, dass die drei sehr gut befreundet sind und sich wirklich gut kennen. Jedoch nimmt Rosie sich ein wenig zurück. Über ihre Vergangenheit spricht sie nicht und sie hat auch keine Dates. Nur ihre Celia, eine bekannte Journalistin und ihre engsten Freundin, weiss mehr aus Rosies Leben vor ihrem Start in New York.

Nachdem Rosie wieder einmal eine von Celias Veranstaltungen blumentechnisch gerettet hat, gerät die Floristin in den Fokus der Öffentlichkeit. Sie bekommt einen aussergewöhnlich großen Auftrag einer von New Yorks führenden Damen und sogar ein Artikel in einer Zeitung erscheint über Rosie und das Kowalski.

Und plötzlich taucht da Nate in Rosies Leben auf. Sie lernt ihn über Celia kennen und schnell schließen die beiden Freundschaft ……

Der Roman beginnt unaufgeregt und schnell stellt sich ein Wohlgefühl ein. Allerdings zeigen sich auch schon bald Schwächen. Miranda Dickinson hat zwar eine sehr schöne Art zu erzählen und zu beschreiben, aber es bleibt viel auf der Strecke. Man bekommt einen wirklich guten Eindruck von New York und den Plätzen, an die sie ihre Protagonisten schickt. Jedoch werden die Protagonisten nur vage beschrieben. Wenn, dann nur ihre Augenfarbe und was sie anhaben!?!? Ich könnte jetzt nicht einmal sagen ob Rosie klein, groß, dick, dünn, hässlich, hübsch ist …..

In den ersten 150 Seiten hat der Roman eine sehr große Schwäche. Mr. Kowalski. Ständig wird der alte – inzwischen verstorbene – Vorbesitzer zitiert und eigentlich hätte es mich nicht gewundert, wenn sie irgendwo einen kleinen Altar für ihn aufgebaut hätte.

Rosie selbst macht im Roman natürlich eine Entwicklung durch und man hat durchaus Sympathien für sie. Ihr großes Geheimnis stellt sich dann im zweiten Drittel des Buches als durchaus bestürzend, aber nicht Armageddon-würdig heraus. Sie wurde schlicht und ergreifend vor dem Traualtar sitzen gelassen und hat in weiterer Folge ihren Job beim Vater ihres Verlobten verloren.

Ja, ist tragisch gewesen, aber immerhin hatte sie ja 6 Jahre Zeit um sich von dem Trauma zu erholen. Und da man später auch noch David, ihren treulosen Ex, kennenlernt, kann man Rosie eh nur beglückwünschen dass es zu keiner Hochzeit kam. Und auch Nate stellt sich im Laufe des Buchs für Rosie als ein sehr wankelmütiger Charakter heraus. Der aufmerksame Leser hat den Typ allerdings schon nach den ersten Seiten durchschaut. *gähn*

Am Ende findet Rosie doch noch ihre Liebe, schliesst irgendwie ihren Frieden mit David, diesem Schwachkopf und kommt auch aus der Nummer mit Nate noch irgendwie heraus.

Wer eine richtig schöne Liebesgeschichte lesen möchte, der ist bei diesem Buch jedoch falsch. Das Ende – nachdem sich die richtigen zwei Menschen gefunden haben – kam doch sehr rasch. Man könnte fast meinen, dass die Autorin keine Lust mehr hatte. Ich für meinen Teil hätte schon noch gern ein paar Seiten und einen Epilog gelesen. Doch so kam ich mir dann leicht genarrt vor.

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