Ein Weihnachtswunder zum Verlieben – Ali Harris

Ein knappes Monat hat Evi Zeit um bei Hardys – einem in die Jahre gekommenen Kaufhaus – ein Wunder zu bewirken. Seit Jahren geht es mit dem Traditionskaufhaus bergab und droht nun an einen amerikanischen Investor verkauft zu werden. Evi verbindet wunderbare Kindheitserinnerungen an Hardys und hatte eigentlich eine traumhafte Karriere geplant.

Nur zu dumm, dass sie seit 2 Jahren das Lagermädchen ist und mit ihrer zwanghaften Art diese Tätigkeit wirklich mustergültig führt. Im Geschäft selbst sieht man sie selten und dazu kommt auch noch, dass alle sie mit Sarah anreden – dem Namen ihrer Vorgängerin. Selbst Sarahs Bild hängt noch in der Mitarbeitergalerie.

Nach dem Ende ihrer Beziehung vor über 2 Jahren ist Evi bei ihrer älteren Schwester und deren Familie eingezogen. Sie darf dort kostenlos wohnen und kümmert sich um deren kleine Kinder. Ein Sozialleben ist praktisch nicht vorhanden, da sie sich seit der Trennung sehr zurück gezogen und auch nicht mehr auf ihr Äusseres geachtet hat.

Doch dann tritt pünktlich zur Weihnachtszeit ein Mann in ihr Leben. Gutaussehend, charmant und witzig. Dass er sie jedoch mit ihrer ‚Freundin‘ und Kollegin Carly verwechselt, stört Evi nicht. Sie will ein Abenteuer erleben. Und das tut sie auch. Schritt für sie Schritt dekoriert sie immer ganz früh am Morgen (ungesehen) das Geschäft um und tritt damit die verschiedensten Entwicklungen los.

Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und die Geschichte wirklich schön. Ich würde ihn als perfektes Buch für die Vorweihnachtszeit empfehlen. Vorausgesetzt, man kann mit der Person Evi warm werden und sich mit ihrem Verhalten anfreunden kann.

Ali Harris hat eine wirklich schöne und einfühlsame Art die Menschen und Situation zu beschreiben. Um Evi sammelt sie Mitarbeiter, Familie und ein paar Freunde. Da gibt es den Fahrer Sam, der Evi regelmäßig in ihrem Lager aufsucht, dann den Putzmann Jan und seine Putzkolonne, Lilly, Carly und viele mehr. All die Personen hauchen dem Roman Leben ein und lassen ihn sehr lebendig werden.

Jedoch gibt es von mir einen deutlichen Punktabzug. Die Heldin ist wirklich süss und nett und doch irgendwie … seltsam. Ja, seltsam. Viel zu spät gibt sie ihre Täuschung auf und das Ganze hat dann doch einen fahlen Nachgeschmack, selbst wenn der Traumprinz sich auch nicht als ganz so makellos herausstellt. Mich hat auch gestört, dass sie einfach zu wenig zu sich steht und ständig die A-Karte abbekommt. Ihre Laschheit und auch ihre Opferrolle hat mir den Lesespass leider gründlich verleidet.

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