Graveminder – Melissa Marr

Claysville ist ein besonderer Ort. Die Menschen werden nicht krank und sterben nur durch Mord, Unfälle oder aber wenn sie 80 sind. Um das Gleichgewicht zu halten gibt es auch eine Geburtenkontrolle. Dies alles wurde vor Jahrhunderten durch einen Pakt beschlossen. Ausserdem besagt dieses Abkommen auch, dass alle in Claysville Geborenen auch dort begraben werden müssen. Und einer unter ihnen muss über das Wohl der Toten wachen. Der Graveminder. Ihm zur Seite steht der Undertaker, der für die Sicherheit und den Schutz des Graveminders zu sorgen hat.

Die Grundstimmung des Buches ist düster, angespannt und voller Mißtrauen. Die Protagonistin Rebekkah erfährt nach dem Tod ihrer Stiefgroßmutter Stück für Stück von ihrem Erbe und Last die nun auf ihren Schultern liegt. Doch nicht nur das Wissen um die Toten und dem Pakt verändern ihr Leben völlig. Bekks muss sich auch mit ihrer völlig durchgeknallten Tante, ihrer großen (Jugend)Liebe Byron und Toten, die die Stadt bedrohen, auseinander setzen.

Byron hingegen ist schon wieder länger in der Stadt. Doch auch er erfährst erst nach dem Tod von Bekks Großmutter von seinen eigenen Pflichten. Er ist der nächste Undertaker. Vor vielen Jahren war Byron mit Ella – Bekks Stiefschwester – zusammen. Allerdings fühlte er sich auch immer von Rebekkah angezogen, die seine Gefühle erwiderte. Doch dann änderte Ella’s Tod alles und viele Jahre glaubten Bekks und Brynon daran Schuld zu sein.

Leider hält das Buch nicht ganz was der Plot verspricht. Von Anfang an ist der Charakter Rebekkah sehr sperrig und spröde. Mir fiel es sehr schwer mich darauf einzulassen. Überhaupt sind die ersten Seiten sehr schwerfällig und man bekommt nur langsam ein Gefühl für das Buch. Ein großer Teil des Plots dreht sich um die Liebe zwischen Byron und Rebekkah. Das wäre an sich ja völlig in Ordnung. Leider haben wir es hier wieder mit einer Heldin zu tun, die zwar den Helden will, ihn aber trotzdem ständig wegstösst und auf Distanz hält. Das nervt einfach irgendwann.

Byron selbst ist ein netter Kerl, man muss ihn mögen, allerdings grenzt seine Liebe zu Bekks schon ein wenig an Masochismus. Er spät wird im Buch dann erklärt wieso Bekks sich so verhält. Käme diese Erklärung schon früher, dann wäre ihr Verhalten deutlich einfacher zu verstehen gewesen.

Für mein Empfinden kam der Para-Plot um die Toten einfach ein wenig zu kurz. Dabei ist die Thematik und die Aufgabe des Graveminders sehr spannend und interessant. An die Harper Conelly Reihe von Charlaine Harris kommt dieses Buch leider nicht heran.

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