Schwarze Niederlage – Gena Showalter

Strider, der Herr der Niederlage, kann keiner Herausforderung widerstehen. Verliert er, so leidert er unendliche Qualen. Da ist es wenig hilfreich, dass eine sehr verführerische Harpyie ihn zu ihrem Gemahl erklärt. Damit ist er gar nicht einverstanden, denn eine abgelegte Liebhaberin (auch wenn es nur für eine Nacht war) von Paris braucht er nun wirklich nicht. Und ausserdem ist er auf der Suche nach dem dritte Artefakt – der Rute. Und da kann er keine Ablenkung gebrauchen.

Bei der erwähnten Harpyie handelt es sich um Kaia. Kaia die Enttäuschung und ihres Zeichens Zwillingsschwester von Bianka, welche mit dem Engel Lysander verbandelt ist. Die Harpyie ist ziemlich frustriert, dass Strider ihren Verlockungen widersteht und versucht ihr aus dem Weg zu gehen. Doch auch sie hat noch andere Sorgen – sie und ihre Schwestern wurden zu einem Turnier befohlen. Um eine Teilnahme kommt Kaia nicht herum. Schliesslich ist es die Chance ihr ziemlich ramponiertes Image aufzupolieren. Vor vielen Jahren hat sie nämlich bei einem ähnlichen Turnier großen Mist gebaut, der vielen Harpyien das Leben gekostet und zum Bruch mit ihrer Mutter geführt hat.

Der Preis des Turniers: die Rute. Genau das Artefakt, das die Herren der Unterwelt suchen! Da versteht es sich von selbst, dass die Gemahle von Gwen (Sabin) und Bianka (Lysander) ebenfalls mit von der Partie sind. Also schließt sich auch Strider der Gruppe an. Erfreulicherweise erfährt der Leser schon zu Beginn was Kaia in der Vergangenheit angestellt hat und wieso sie sich rehabilitieren muss.

Anfänglich habe ich befürchtet, dass Kaia ähnlich nervtötend wie Anya oder Olivia sein könnte. Doch das hat sich zum Glück nicht bestätigt. Die Harpyie wird als sehr selbstbewusst, schlagfertigt und kämpferisch dargestellt. Dennoch mag man sie, weil sie auch über ein gewisses Maß an Selbstkritk und Selbstironie verfügt. Strider steht ihr in diesen Eigenschaften um nichts nach. Die Geschichte um Strider und Kaia hat mir sehr gut gefallen.

Die Protagonisten sind sehr ausführlich beschrieben und mir gefiel der Griff in die Witzkiste durchaus. Das hat für mich die Geschichte aufgelockert. In Nebenhandlungen erfährt man mehr von Paris‘ Suche nach Sienna und auch mehr von Kane, dem Hüter von Katastrophe. Den mochte ich immer schon sehr gern und ich hoffe auf ein Buch von ihm. Ihm zur Seite steht William, der für mich ebenfalls immer interessanter wird. Zudem das Buch ja dann für diese drei Protagonisten mit einem bösen Spoiler endet.

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