Was danach geschah – James Kimmel

Als sich Brek Cuttler auf einer Bahnhofsbank in Schemaja wieder findet, ist ihr völlig unklar wo sie ist und wie sie hier her gekommen ist. Jedoch entdeckt sie in ihrer Brust drei blutende Löcher. Ausserdem weiss sie nicht wo ihre kleine Tochter abgeblieben ist. Ein Mann nimmt sich ihrer an. Luas. Und er bringt sie in das Haus ihrer Urgroßmutter. Einer Frau, die längst verstorben ist. Brek, eine erfolgreiche Anwältin, glückliche Ehefrau und liebende Mutter ist tot. Doch sie weigert sich diesen Tod zu akzeptieren und zu verstehen.

Ihre Erinnerung ist lückenhaft und auch die Erklärungen von Luas und ihrer Ungroßmutter sind wenig plausibel. Brek ist völlig verzweifelt, doch sie wird Schemaja nicht so schnell entkommen. Denn sie soll eine Anwältin der Toten werden. Ihre Aufgabe wird es sein die Seelen zu präsentieren und muss entscheiden welche Begebenheiten aus dem Leben der Toten relevant sind, damit Gott über sie entscheiden kann.

Nun, soweit so gut. Der Plot ist ein wenig sperrig, aber man hätte eine wirklich faszinierende Geschichte daraus machen können. Man hätte. Jedoch ist der Erzählstil des Autors extrem sprunghaft und wirr. Immer wieder werden Erklärungen wiederholt und dieses sermonartige Gefasel über Recht, Gerechtigkeit, Schuld und Sühne quälen den Leser über viele Seiten hinweg.

Erschwerend kommt auch noch hinzu, dass es verschiedene Erzählebenen und -perspektiven gibt. Fast alle Seelen, die zu Gott geführt werden, haben auch irgendwie Anteil an Breks Leben. Und am Ende ist es an Brek das Leben ihres eigenen Mörders vor Gott zu präsentieren. Hätte sich der Autor auf Breks Geschichte konzentriert, dann hätte man als Leser vielleicht nicht immer wieder den Faden verloren. Aber als dann auch noch Noah, Kain und Abel und Kaiser Nero ins Spiel kamen, war die Verwirrung meinerseits am Höhepunkt angelangt.

Leichte Kost ist dieses Buch ganz bestimmt nicht. Zwar regt es durchaus an über das eigene Leben und Handlungen nachzudenken. Aber dennoch ist dieses Buch für mich sehr unbefriedigend. Vielleicht bin ich auch mit einer völlig falschen Erwartungshaltung herangegangen.

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