Touchdown fürs Glück – Poppy T. Anderson

Als Julian Scott nach New York zieht um dort für die New York Titans zu spielen, läuft ihm eines Tages seine Ehefrau Liv über den Weg. Seine Frau, die ihn vor sechs Jahren verlassen hat und sich nie wieder gemeldet hat. Dabei waren sie einst ein glückliches Paar, das jedoch einen schmerzlichen Schicksalsschlag erlitten hat.

Geschockt über das plötzliche Wiederauftauchen von Liv, die in New York als angesehene Architektin arbeitet, versucht Julian Kontakt herzustellen. Doch Liv blockt ab und weigert sich sogar mit Julian zu sprechen. Und sehen will sie ihn schon gar nicht. Erst als er sie bittet, sie zu seiner Großmutter zu begleiten die im Sterben liegt, gibt Liv nach. Doch dieser Besuch lässt alte Wunden aufbrechen und man erfährt wieso das glückliche Dreamteam getrennte Wege ging.

Die Geschichte beginnt ansprechend und der Plot scheint ziemlich einfach gestrickt zu sein. Zwischen Julian und Liv gibt es wunderbare und witzige Wortgefechte. Doch als der Grund der Trennung für den Leser offensichtlich ist, verändert sich die Grundstimmung des Buches. Der Erzählstil wird schwerfälliger und die Autorin verliert sich sehr oft in völlig uninteressantem Geplänkel von Nebenprotagonisten.

Julian und Liv hingegen verlieren irgendwann ihren Charme. Man hat zwar Mitleid mit ihnen und ihrem Schicksal, begreift aber nicht ihre Sturheit. Vor allem Liv stellte mich als Leserin auf eine harte Probe. Sie will die Scheidung und irgendwann gibt Julian nach. Beide gehen neue Beziehungen ein, die sich höchst unterschiedlich gestalten und für sie beide unbefriedigend bleiben. Immer wieder zieht es sie zueinander zurück und natürlich vergleichen sie die neuen und alten Partner.

Natürlich hat die Geschichte ein Happy End, doch der Weg ist steinig und lässt den Leser doch einige Male verzweifeln. Obwohl völlig klar ist, dass weder Harm noch Emma die passenden Partner für Liv und Julian sind, haben unsere Helden wirklich eine lange Leitung. Und Liv ist wirklich anstrengend. Wie eine so kluge Frau gleichzeitig so verbohrt und dumm sein kann …… Seitenweise muss man von ihren Selbstvorwürfen lesen, doch ihre Erklärungsversuche und Schuldeingeständnisse konnten mich einfach nicht überzeugen. Für mich ist Liv eine sehr egoistische und heuchlerische Person, für die ich wirklich nur wenig Verständnis aufbringen konnte.

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Touchdown fürs Glück – Poppy T. Anderson

    1. Ich fand das ewige Hin und Her ganz fürchterlich. Und ich mochte die Heldin überhaupt nicht. Ich fang mit solchen Frauen gar nix an. Dafür fand ich dann den zweiten Teil absolut gelungen und wirklich stimmig. Und die Autorin ist eine total Nette. 🙂

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