Slightly Dangerous – Mary Balogh

Das Buch bildet den Abschluss der Slightly Serie und hier bekommt nun endlich auch Wulfric den passenden Lebenspartner zur Seite gestellt. Obgleich passend vielleicht nicht ganz richtig ist. Wulfric Bedwyn, der hochnäsige Herzog von Bewcastle, wird zu einer Gesellschaft auf dem Land eingeladen. Eigentlich nicht wirklich sein Zeitvertreibt, doch er stimmt zu. Dort lernt er die bildhübsche Christine Derrick kennen. Eine Witwe mit bürgerlichen Hintergrund.

Obwohl sie ihn anfangs nervt durch ihre fröhliche und offene Herzlichkeit, fühlt er sich bald zu ihr hingezogen. Christine hingegen findet ihn zwar attraktiv, kommt mit seiner arroganten und eisigen Art nicht so leicht klar. Allerdings lässt sie sich nicht einschüchtern und gibt dem Herzog immer wieder Kontra. Sie weiss wo ihr Platz ist und obwohl auch sie sich im Verlauf der zusammen verbrachten Tage von ihm angezogen fühlt, lehnt sie sein Ansinnen sie zu seiner Mätresse zu machen empört ab.

Obwohl die Ausgangslage für die beide Protagonisten denkbar schlecht ist, gelingt es der Autorin eine stimmige und stille Liebesgeschichte zur schreiben. Wulf, wie auch Christine sind erwachsene und reife Menschen. Sie haben ihre Ecken, Kanten und ihre Prinzipien. Der Versuch sie zusammenzubringen hätte auch schief laufen können. Doch sie macht aus ihnen keine anderen Menschen.

Christine ist wirklich keine ideale Kandidatin für die Position einer Herzogin. Und sie ist selbst realistisch genug um zu wissen, dass sie den Erwartungen nicht gerecht würde. Ausserdem war das Ende ihrer ersten Ehe unschön und sie hat immer wieder mit Vorurteilen und bösen Gerüchten um ihre Person zu kämpfen.

Christine und Wulf lernen sich über einen längeren Zeitraum hinweg kennen und einander zu schätzen. Wulf bleibt natürlich der unnahbare Herzog, doch seine Fassade bekommt Risse. Und wenn man die Serie gelesen hat, merkt man ja auch ohne große Worte und Erklärungen wie sehr Wulf seine Familie liebt. Darauf bedacht ist, dass alle seine Geschwister glücklich sind.

Und in diesem Band darf Wulf am Ende auch glücklich sein, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren oder dass die Autorin an ihm eine völlige Persönlichkeitsveränderung vorgenommen hätte. Es gibt natürlich ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnen Protagonisten aus dieser Reihe, die das Buch zum Ende hin noch richtig schön stimmig und gefühlvoll machen.

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