Aus dem Dunkel – Marliss Melton

Der Navy Seal Gabriel Renault geht bei einem Einsatz in Nordkorea ‚verloren‘ und wird nach einem Jahr für Tod erklärt. Als Gabe einige Tage später plötzlich wieder auftaucht, ist seine Frau Helen schockiert. Längst hat sie mit ihrer Ehe abgeschlossen und schon vor Gabriels Verschwinden stand es nicht gut um die Ehe. Doch Helen kann dem traumatisierten und gefolterten Gabriel nicht die Tür weisen, denn ihr Mann hat sein Gedächtnis verloren.

Gabe fehlen drei Jahre seines Lebens. Er kann sich weder an die Ehe mit Helen, noch an die letzte Mission nach Nordkorea erinnern. Für den Seal ist es nicht einfach mit dieser Situation umzugehen. Seine Frau behandelt ihn kühl und distanziert, Stieftochter Mallory ist unsicher. Doch ausgerechnet sie ist es, die versucht Gabriel zu helfen. Mallory wünscht sich nichts mehr als, dass sie eine glückliche Familie sind.

Der erste Teil von Marliss Meltons Team 12 Reihe ist sehr spannend geschrieben und spart auch nicht beklemmenden und berührenden Szenen. Es ist sehr anrührend zu lesen, wie die zwei Ehepartner sich nach einem Jahr wieder begegnen und wie sie sich langsam wieder annähern. Helen ist zwar zutiefst verletzt und oft wirken ihre Reaktionen zickig, doch zu oft hat Gabriel sie in der Vergangenheit verletzt und gekränkt.

Gabriel hingegen ist völlig hilflos. Er hat keine Ahnung was passiert ist und was er falsch gemacht hat. Und er hat Angst paranoid zu werden. Schliesslich bedroht auch in der Heimat jemand sein Leben, doch man will ihm keinen Glauben schenken. Einzig seine Kameraden vom Team 12 und Stieftochter Mallory halten zu ihm, während Helen hin- und hergerissen ist.

Es fällt ihr schwer Gabriel zu vertrauen. Und sie hat Angst, dass er – wenn er sein Gedächtnis wieder völlig zurückerlangt hat – sich wieder in den steifen, peniblen und gefühlskalten Karrieresoldaten verwandeln wird. Insofern ist Mißtrauen und Vorsicht durchaus angebracht.

Doch Gabriel legt ein Verhalten an den Tag – da muss man ihn einfach mögen. Anders als vor seinem Verschwinden bemüht er sich um Helen und Mallory. Versucht sein Temperament zu zügeln und Helen dazuzubringen ihm wieder zu vertrauen. Ihn wieder zu lieben. Und man leidet und zittert bis zum Schluss mit und hofft, dass er sein Gedächtnis zurück erlangt.

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