A Lady’s Pleasure – Robin Schone

Lady Abigail Wynfred verbringt einige Zeit fern von London und ihrer Familie auf dem Land. Dort will sie sich von ihren Träumen und ihrer Jugend verabschieden, denn in wenigen Wochen wird sie 30 Jahre alt und ist längst eine übrig gebliebene Jungfer. In einer stürmischen und regnerischen Nacht taucht plötzlich ein Fremder auf. Obwohl mißtrauisch und unsicher lässt Abigail ihn dann doch bleiben – eine große Wahl hat sie auch gar nicht.

Und Colonel Robert Coally lässt sich auch nicht abweisen. Der Soldat kuriert eine Verwundung aus dem Burenkrieg aus und hält sich aus diesem Grund in England und auf dem Land auf. Seine harte und befehlende Ausstrahlung bringt Abigail gegen ihn auf. Und als er sich ungeniert seiner klatschnassen Kleidung entledigt und auch noch ihre erotischen Journale und Bücher entdeckt, stürzt er die arme Frau in ziemliche Verlegenheit.

Doch die Stimmung zwischen den zwei Fremden, die unglückliche Umstände zusammen geführt haben, verändert sich. Und vor allem Abigail begreift Robert als eine Chance, die sie vermutlich nie wieder bekommen wird. Sie ist unruhig und voller Träume, Wünsche und Begierden. Und auch Robert ist ein Getriebener und rastlos.

In zwei Nächten und einem Tag erleben sie Leidenschaft, Lust und Hingabe. Doch auch Nähe, Zärtlichkeit und Verständnis finden ihren Platz. Obwohl Robert ein erfahrener Mann ist, findet er zum ersten Mal in den Armen einer Frau Nähe und Geborgenheit. Alles was Abigail tut, tut sie seinetwillen und sie agiert auch sehr tabulos und aufgeschlossen. Gleichzeitig versucht er ihre Wünsche und Erwartungen zu befriedigen.

Obwohl in diesem Buch Sex und Leidenschaft eine sehr große Rolle spielen, fasziniert und berührt die Intensität der Gefühle der Protagonisten den Leser. In Gesprächen zwischen Abigail und Robert erfährt man von ihren Leben, ihrer Vergangenheit und der Einsamkeit, die sich dahinter verbirgt. Und obwohl sie ihre Zeit in vollen Zügen genießen, wissen sie dass dieses Glück nur flüchtig ist. Denn sie entstammen aus völlig unterschiedlichen Welten. Und viel zu schnell gelangen sie wieder dort hin.

Natürlich gibt es in dem Buch ein Happy End – aber erst nach einer aufwühlenden und dramatischen Episode, den Leser schon fast glauben macht, dass es eben kein Happy End gibt. Für mich ist diese Kurzgeschichte eine der besten Geschichten von Robin Schone und ich hätte mir ein paar Seiten mehr gewünscht.

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