Ich habe mich verträumt – Kristian Higgins

Die Lehrerin Grace ist wieder einmal Single und greift – nachdem man ihr auf einer Hochzeit wieder einmal gehörig auf die Nerven geht – zu einer List. Sie erfindet sich einfach einen Freund. Zu diesem Trick hat sie schon öfters gegriffen und bislang ist ihr niemand auf die Schliche gekommen. Doch dieses Mal durchschaut sie ihre ältere Schwester Margs ziemlich schnell, hält jedoch dicht.

Grace hegt und pflegt ihren ‚Freund‘ Wyatt und versucht aber gleichzeitig doch einen richtigen Mann zu bekommen. Sie datet und verabredet sich. Doch es ist einfach kein brauchbares Material dabei. Ausserdem muss sie sich auch noch mit ihrem neuen Nachbarn Cal herumschlagen. Einem Ex-Knacki, mit dem sie seit der ersten Begegnung irgendwie auf Kriegsfuß steht. Schliesslich hat sie ihn bei ihrem ersten Aufeinandertreffen mit einem Hockeyschläger eins übergebraten und auch noch verhaften lassen. Und dann ist da noch die Sache mit ihrer geliebten, jüngeren Schwester Nat und deren Freund Andrew. Der Andrew, der eigentlich vorher ihr – Gracies – Freund war und der sich dann in Nat verliebt hat.

Auch der zweite Versuch ein Buch von Kristian Higgins zu lesen ist hiermit ziemlich in die Hose gegangen. Schon vor ein paar Jahren habe ich ein Buch der Autorin gelesen und kam mit dem Stil mehr schlecht als recht klar. Großes Manko war damals die Heldin, die ja wirklich fürchterlich war. Eine neurotische Stalkerin, die wirklich kein Fettnäpfchen ausgelassen hat.

So, und nun Grace. Grace, die eigentlich sehr nett ist. Auch hübsch und ja man könnte sie mögen. Aber sie ist eine fürchterliche Lügnerin und Betrügerin. Es dauert 300 Seiten, bis sie endlich in die Pötte kommt und anfängt reinen Tisch zu machen. Von Anfang an hat mich ihre duldsame Affenliebe zu ihrer jüngeren Schwester genervt. Obwohl Grace eben datet, ständig neue Lügengeschichten über Wyatt erfindet und dabei auch noch versucht an ihrer Schule eine bessere Stellung zu bekommen, lernt sie ihren Nachbar Cal besser kennen.

Cal, den sie zwei Mal verletzt hat, geht Grace natürlich aus dem Weg. Wer nicht, der nur ein paar Latten am Zaun hat??? Nebenbei zieht auch noch ihrer Schwester Margs bei ihr ein, denn diese befindet sich in einer Ehekrise und plötzlich wollen Nat und Andrew auch noch heiraten.

Das Buch ist 355 Seiten lang und es gibt wirklich sehr viele Wendungen. Leider konnte mich die Heldin überhaupt nicht überzeugen. Sie ging mir ab Seite 10 schon so sehr auf die Nerven. Einzig Cal fand ich sympathisch und Graces‘ ältere, coole Schwester Margs. Auch Graces‘ Familie ist ziemlich anstrengend. Während sich ihre Mutter selbst verwirklicht und pornographische Glaskunst macht, hält der Vater die Familie irgendwie zusammen. Und alle quälen Grace ständig damit, wieso sie keinen Freund hat und natürlich wird Graces‘ Lüge irgendwann ein Selbstläufer.

Diese Autorin hat mich das letzte Mal gequält und mir Lesezeit gestohlen. Auf solche Protagonisten kann man wirklich getrost verzichten.

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