Das Testament des Earls – Paula Marshall

Als Mündel des verstorbenen Lord Deveraux blickt Cassie einer unsicheren Zukunft entgegen. Die Töchter des Lords wollen sich mit ihr nicht belasten und sie abschieben. Doch dann taucht plötzlich der Sohn und Erbe des Lords nach 12 Jahren wieder auf. Und Johns erste Handlung nach der Testamentsverkündung ist, dass er seine habgierigen Schwestern hinauswirft. Mit Cassie hat er jedoch nicht gerechnet. Doch John macht ihr einen Heiratsantrag. Immerhin bekommt er sein Erbe nur dann, wenn er innerhalb von ein paar Monaten eine Frau findet.

Zum Entsetzen der Schwestern nimmt Cassie an. Viele Möglichkeiten bleiben ihr ja nicht und auch wenn sie John ungehobelt und unangenehm findet, so hält sie an ihrer Entscheidung fest. Schliesslich bietet er ihr Sicherheit und eine Vernunftehe an. John kann sofort sein Erbe antreten und ist mit dieser Entwicklung höchst zufrieden. Doch mit der Zeit erkennt John, dass Cassie keine stille und duldsame Maus ist. Und langsam beginnt er sie auch mit anderen Augen zu betrachten. Genauso wie John in Cassies Augen immer mehr gewinnt und sie ihm vertraut.

Doch es gibt auch Dinge, die die junge Ehe belasten. John ist sehr schweigsam und geheimniskrämerisch. Und Cassie erkennt schnell, dass John ein sehr komplexer Charakter ist. Doch niemand will der jungen Frau erzählen, was damals wirklich geschah – als John aus dem Elternhaus geworfen wurde und untergetaucht ist. Also gräbt sie selbst nach den Geheimnissen der Familie Deveraux und entwickelt sich dabei selbst auch weiter. Aus Miss-Haut-und-Knochen wird eine selbstbewusste Countess.

Obwohl es sich nur um eine kurze Geschichte handelt, gelingt es Paula Marshall gut diese Geschichte plausibel zu erzählen. John und Cassie sind im Grunde zwei einsame Seelen, die sich am Ende doch finden. Erst arrangieren sie sich, dann lernen sie sich besser kennen und schätzen. Und irgendwann kommen sie eben an einen Punkt, wo sie Gefühle für einander entwickeln. Obwohl die Geschichte eben nur so kurz ist, passt das Timing sehr gut und die Geschichte bleibt durch einige Wendungen und Johns mysteriöse Vergangenheit auch spannend.

 

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