In Gottes Namen. Amen! – Simon Rich

Gott ist müde und er hat von der Menschheit und den Katastrophen auf der Erde die Nase voll. Inzwischen kümmert er sich nur noch um Sport und sein eigenes Handicap beim Golfen. Dass dabei die Welt immer mehr verkommt und der ultimativen Katastrophe zusteuert, ist ihm einerlei.

Doch es gibt sie noch. Ein paar emsige Engel, die noch an das Gute glauben und in der Wunderabteilung versuchen das kleine Glück Einzelner zu retten. Aktiv dürfen sie ja nicht eingreifen, aber man hat so seine Tricks. So wie der Engel Craig, der schon öfters Engel des Monats war. Seine Aufgabe ist es nun Eliza einzuarbeiten. Sie ist neu in der Abteilung und sehr engagiert.

Doch dann entscheidet Gott, dass das Ende der Welt gekommen ist. Sein Prophet Raoul auf der Erde soll ebendiesen Weltuntergang ankündigen und dann ist Schluss. Denn Gott will sich nur noch seinem himmlischen Restaurant widmen – das er nach dem Weltuntergang zu eröffnen plant. Jetzt kann wirklich nur noch ein Wunder helfen. Und das sollen ausgerechnet Craig und Eliza gemeinsam erschaffen. Sie sollen zwei Erdenbürger zusammenbringen. Doch das ist eine wahrhaftige Herausforderung und Herkulesaufgabe!

Laura und Sam sollen ein Paar werden. Und eigentlich wollen sie eigentlich auch zusammen sein. Man kennt sich schon lange, doch hat nie wirklich den Draht zueinander gefunden. Während Sam sehr schüchtern und unscheinbar ist, ist Laura immer wieder mal mit ihrem Freund Cliff zusammen. Dabei ist sie aber nicht glücklich. Jedoch bietet sich ja nichts Besseres.

Voller Tatendrang versuchen Eliza und Craig nun Sam und Laura zusammenzubringen. Doch leider sind sie ausgerechnet an richtige Looser geraten und es wird wirklich ein Wettlauf mit der Zeit. Die beiden Engel müssen dabei tief in die Trickkiste greifen und bekommen dann sogar noch Unterstützung von dem Erzengel Vince, dem eigentlich ja auch alles egal ist.

Das Buch ist sehr witzig geschrieben, fast schon blasphemisch, ist es nicht zu klamaukartig. Natürlich steht der Spass und die Absurdität im Vordergrund, doch in manchen Szenen blitzt auch Gesellschaftskritik auf. Im Verhalten von Sam und Laura kann viel von der heutigen Gesellschaft erkennen. Für mich ein nettes Buch, das jedochein wenig länger hätte sein können. Denn auf 278 Seiten – wie bei Amazon gelistet – kommt das Buch nicht.

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