Der Fang des Lebens – Klarissa Klein

Als die Juristin Maud aus der französischen Provinz nach Brüssel geht um in der EU-Kommission zu arbeiten, ist sie noch idealistisch und erwartungsvoll. Jahre später erkennt sie, wie korrupt und undurchsichtig das System ist. Und sie entdeckt kriminelle Machenschaften, die die Fischerei in ihrem Heimatort zu zerstören droht.

In Port en Bessin, wo auch noch ihr verwitweter Vater lebt, lernt Maud den charmanten, aber undurchsichtigen Kylian kennen. Einen Fischer, dessen Boot einem Anschlag zum Opfer gefallen und durch Feuer sehr stark beschädigt wurde. Schnell erkennt Maud, dass mehr als nur der Fischer in Kylian steckt, doch der mißtrauische Mann hütet seine Geheimnisse.

Dennoch fühlen sie sich zueinander hingezogen und lernen sich kennen. So lassen sie auch ihre Masken fallen und das Geheimnis um Kylian wird gelüftet. Jedoch ist Kylian in Gefahr. Sein Engagement für die Fischer und sein Gerechtigkeitssinn ruft gefährliche und vor allem mächtige Gegner auf den Plan.

Mit dieser Geschichte hat Klarissa Klein wieder einmal einen Beweis ihrer Könnens erbracht. Die Liebesgeschichte zwischen Kylian und Maud hat einen großen Anteil, jedoch verkommt die Geschichte nicht zu einem seichten Geplänkel. Die Autorin gibt einen interessanten Einblick in die Welt der EU-Kommission und den Interessen und Nöten der einzelnen Fraktionen, wie Industrie, Fischer und Umweltschutz.

Mit ihrer lebhaften und anschaulichen Schreibweise fühlt man sich sehr schnell nach Port en Bessin versetzt; erlebt dort die Stürme, den salzigen Geruch des Meeres und fühlt sich wohl in kleinen Tavernen und Gässchen.

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