Alice Browns Gespür für die Liebe – Eleanor Prescott

Die eher unscheinbare und linkisch wirkende Alice Brown ist eine Träumerin. Sie liebt ihren Garten, fährt mit einem alten Rad und arbeitet in einer Partnerschaftsagentur. Von ihren Kolleginnen wird sie meist belächelt, von ihrer fürchterlichen Chefin Audrey drangsaliert. Doch Alice ist glücklich wenn sie die richtigen Menschen zusammenbringen kann. Und dafür hat sie eben das richtige Gespür.

Ihre Welt gerät jedoch aus den Fugen, als man sie zu einem Ball einlädt und sie dort Audreys Mann John kennenlernt. Allerdings hat die herrische Audrey ein dunkles Geheimnis. John ist nur ein bezahlter Begleiter; von großer Liebe und Ehe keine Spur. Doch Audrey hat es sich in den vielen Jahren, in denen sie schon diesen Service nutzt, eingeredet.

Ausserdem muss Alice auch noch eine neue Kundin – Kate – an den richtigen Mann bringen. Dies gestaltet sich jedoch sehr schwierig, da Kate extrem hohe Ansprüche hat und mit keinem der vorgeschlagenen Partner zufrieden ist. Und Kate selbst schlägt sich auch noch mit ihrer Freundin Lou herum, die dieses Projekt mit Argwohn, aber auch wachsender Eifersucht beobachtet.

Mit der Figur Alice Brown hat Eleanor Prescott eine wirklich entzückende, obgleich auch eine etwas naive Romanheldin erschaffen. Zweiteres sieht man der Heldin jedoch nach, weil sie einfach ein wirklich sympatischer und liebenswerter Charakter ist. Man leidet mit Alice mit, wenn sie von ihrer Chefin ungerecht behandelt wird, oder aber sich in Bezug auf John total unsicher und gehemmt verhält.

Auch John ist ein toller Charakter und man mag ihn. Zwar wird er als extrem gutaussehend beschrieben, verkommt aber zu keiner Zeit zur Überfigur. Denn auch John hat sein Päckchen zu tragen und hat so manche Geheimnisse, die im Laufe der Geschichte aufgedeckt werden.

Neben den Hauptakteuren gibt es eben Audrey, Kate und Lou. Und schnell erkennt man, dass im Grunde die Geschichte aller vier Frauen erzählt wird und wie sich ihr Verhältnis zueinander im Lauf der Geschichte verändert.

Vermutlich wollte die Autorin auch auf die unterschiedlichen Aspekte der Liebe, Erwartungen und Möglichkeiten aufzeigen. Das ist ihr auch wirklich sehr gut gelungen. Kate begreift, dass sie von ihrem hohen Ross heruntersteigen muss, Lou erkennt dass sie sich so lange unter Wert verkauft und das Leben viel mehr zu bieten hat. Und Audrey muss auf sehr schmerzliche Art und Weise erleben wie ihre Welt sich völlig verändert und welchen Illusionen sie eigentlich aufgesessen ist.

Insgesamt hat mir das Buch sehr, sehr gut gefallen. Es hat leider ein paar Längen und ich hätte mir mehr Alice und John gewünscht. Zwar wird deren Romanze wirklich sehr schön beschrieben, aber für die volle Punktezahl fehlte mir einfach das Tüpfelchen auf dem I. Für ein Debüt ist der Roman jedoch sehr gut geraten und wird jedes romantische Herz erfreuen können.

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