Lady Helenes skandalöser Plan – Eloisa James

Immer wieder bittet Helene, Countess Godwin ihren Mann um die Scheidung. Doch Lord Rees denkt gar nicht daran. Eine Scheidung ist zu teuer und würde noch mehr Klatsch verursachen, als sein skandalöser Lebenswandel. Denn während Helene die tugendhafte, ehrbare und zurückhaltende Ehefrau gibt, lebt Rees mit seiner Mätresse Lina zusammen, komponiert Opern und fällt auch sonst durch Skandale, Klatsch und Tratsch auf.

Nach einem weiteren fehlgeschlagenem Versuch ihren Mann umzustimmen, greift die verzweifelte Helene zu einem drastischen Mittel. Sie lässt es zu, dass ihre Freundin Esme sie neu einkleidet und lässt sich die Haare schneiden. Und so begibt sich Helene ins Gefecht. Da ihr Mann ihr die Scheidung verweigert, will sie einen Mann finden der sie schwängert und sie eben so zu einem Kind kommt. Doch Rees ist von diesem Vorhaben unterrichtet und durchkreuzt Helenes Pläne. Wenn schon jemand ein Kind mit seiner reizlosen Frau zeugt, dann doch er. Allerdings überrascht die neue Helene, die plötzlich ein wunderschöner und geheimnisvoller Schwan ist.

Rees schlägt Helene einen Handel vor, den sie ihm nicht abschlagen kann. So soll sie zurück in sein Haus ziehen und ihm bei seinem aktuellen Projekt helfen, da Helene auch eine begabte Komponistin ist. Im Gegenzug will Rees für ein Kind sorgen. So weit der Handel, der bei Helenes Freundinnen auf gemischte Gefühle stösst. Nicht nur, weil Rees sich dreist und herrschsüchtig verhält. Nein, Helenes Mann will nicht von seiner derzeitigen Geliebten lassen und Helene muss sich mit der attraktiven Mätresse arrangieren. Komplettiert wird die ungewöhnliche wie auch skandalöse Wohngemeinschaft dann auch noch von Rees jüngerem Bruder Tom, der eigentlich auf dem Land Vikar ist und Rees überraschend besucht.

So, nun also Lady Helene. Schon im dritten Teil der Serie war sie mir nicht besonders sympathisch. Dieser Eindruck hat sich zwar ein wenig relativiert, aber selbst am Ende fand ich sie nicht wirklich interessant oder liebenswert. Ja, natürlich fühlt man mit der armen Frau mit. Erst brennt sie mit Rees durch und dann entpuppt sich ihr Mann als gefühlloser und vorsinnflutlicher Stümper im Bett, der sie ständig demütigt und betrügt. Kein Wunder, dass diese Ehe schief gehen musste.

Rees konnte auch im Laufe der Geschichte nicht mein Herz erobern. Ist agiert vulgär, unverschämt und beleidigend. Im Grunde habe ich diese Figur einfach nicht verstanden. Der Protagonist hat nichts Liebenswertes oder Spannendes an sich. Sein Verhältnis zu seinem Bruder ist gespannt und sein Verhalten gegenüber seiner Frau und Lina ist einfach nur fürchterlich.

Während also die Hauptprotagonisten Szenen einer fürchterlichen Ehe geben, entwickelt sich zwischen dem braven Tom und der Mätresse Lina eine anrührende Liebesgeschichte. Diese Geschichte war für mich schöner zu lesen und diese Charaktere entwickeln sich auch, was man von Rees und Helene nicht wirklich behaupten kann. Ja, natürlich schaffen sie noch ihr Happy End und viele Mißverständnisse aus der Vergangenheit werden ausgeräumt.

Trotzdem versteht man nicht, wie zwei so unterschiedliche Menschen sich doch noch finden und plötzlich ihre Zuneigung (wieder) entdecken. Natürlich hat auch diesmal die unsägliche Esme wieder ihre Auftritte. Inzwischen ist sie ja Lady Bonnington. Und sie ist genauso nervtötend wie im vorherigen Band.

Leider konnte mich auch dieser Teil nicht überzeugen. 3 Sterne gibt es nur für die schöne Covergestaltung und die Geschichte um Lina und Tom.

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