Engelslied – Nalini Singh

Engel fallen vom Himmel und Vampire sterben an einer unheilbaren Krankheit. Fronten werden gezogen, Bündnisse geschlossen und eine unbekannte Kraft betritt das Machtgefüge zwischen den Erzengeln. Im nunmehr 6ten Teil der Guild Hunter Reihe von Nalini Singh, wendet sich die Autorin wieder ihren ursprünglichen Hauptprotagonisten zu. Während Elena noch immer lernt mit ihren neuen Fähigkeiten umzugehen und sich auch die Eigenschaften einer guten Gemahlin eines Erzengels zu sein aneignet, entwickelt sich der Erzengel selbst weiter.

Seine Kräfte nehmen zu und entwickeln sich. So wie auch bei all den anderen Erzengeln – seien sie nun gut, oder böse. Raphael träumt und glaubt insgeheim langsam dem Wahnsinn zu verfallen. Denn er hört Stimmen und Einflüsterungen. Auch Elena wird wieder von düsteren Träumen geplagt, die mit dem Tod ihrer Mutter und ihren älteren Schwestern zusammen hängen, geplagt. Ihr Verhältnis zu ihrem Vater ist denkbar schlecht und Elena versucht sich weiter für ihre kleine Schwester Eve stark zu machen, die ebenfalls eine geborene Jägerin ist.

Doch neben diesen Problemen gibt es weit bedeutungsvollere und gefährlichere Entwicklungen. Raphaels Territorium ist bedroht und die Zeichen stehen ganz klar auf Krieg. Der Feind ist altbekannt und nun muss der Erzengel von New York Verbündete sammeln. Doch der Feind scheint einfach unbesiegbar, zu durchtrieben und vor allem mit einem gefährlichem Verbündeten an der Seite.

Ich muss gestehen, dass ich mir anfänglich etwas schwer getan habe um in die Geschichte hineinzufinden. Doch dann wird die Geschichte flüssiger und der Plot überzeugt mit vielen spannenden Momenten und überraschenden Wendungen. So wird Elenas Vater und seine Geschichte etwas näher beleuchtet und man bekommt fast schon Mitleid mit diesem so unsympathischen Mann. Doch auch Elenas Freunde spielen wieder eine gewichtige Rolle und nun begreift auch Elena immer stärker, dass die Zeit mit Sara und ihren Kollegen in der Gilde begrenzt ist. Denn sie sind sterblich, während Elena ihre Unsterblichkeit durch den Erzengel erlangt hat. Und der drohende Verlust ängstigt und frustriert die Jägerin.

Ausserdem hat sie immer wieder Angst um ihren Geliebten. Raphael bewegt sich immer am Rande der Stille und reagiert oft sehr emotional und aufbrausend. So kommt es zwischen den Liebenden immer wieder zu Auseinandersetzungen, die die Autorin jedoch immer sehr gut löst und dabei die Protagonisten nicht verbiegt. Ausserdem ist dieser Teil deutlich erotischer und auch irgendwie romantischer als die ersten drei Teile, die sich ebenfalls mehr um Raphael und Elena gedreht haben.

Weiters lernt man Raphaels Mutter Calliane besser kennen und erhält sehr schöne Einblicke in das Leben von Illium und Aodhan. Achja, dieser Engel hat es mir besonders angetan. Er ist so undurchsichtig und hat vermutlich eine ganz tragische Geschichte. Doch leider wird das nächste Buch dieser Reihe nicht von dem Engel Aodhan sondern von der Jägerin Ashwini und dem Vampier Janvier handeln. Ausserdem wird auch Nasiir näher beleuchtet, auch wenn ihn die Autorin weiter mysteriös belässt. Seine Geheimnisse lassen weder dem Leser, noch Elena kalt. Aber da wird man sich wohl noch ein Weilchen gedulden müssen.

Nach einigen Startschwierigkeiten hat sich die Geschichte wunderschön und sehr spannend entwickelt. Eine würdige Fortsetzung der Reihe, die keinen Vergleich mit den vorherigen Teilen zu scheuen braucht.

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