Lady Celias gewagter Plan – Sabrina Jeffries

Nachdem auch Gabriel seine Liebe gefunden hat, ist nur noch das Nesthäckchen Celia übrig um einen Mann zu finden. Findet sie keinen Mann vor Ablauf der Frist, so gibt es für niemanden ein Erbe. Celia will eigentlich nur aus Liebe heiraten, doch ihr läuft die Zeit davon. Also hat sie nach pragmatischen Gründen drei Männer ausgesucht, die ihr irgendwie den Hof machen. Über die Auswahl ist ihre Großmutter höchst erfreut, doch Celia will auf Nummer sicher gehen und beauftragt den Bow Street Runner Jackson Pinter das Leben ihrer Auserwählten zu durchleuchten.

Jackson Pinter, der von Celias Bruder Oliver beauftragt wurde den Tod der Eltern aufzuklären, stimmt nur widerwillig zu. Allerdings will er Celias Verehrer in keinem guten Licht dastehen lassen, da er sie für unwürdig hält. Und sich selbst obendrein auch, da Jackson ein uneheliches Kind ist und auch sonst weiter unter Celias Stand rangiert. Doch zwischen Jackson und Celia fliegen die Funken und es knistert bei jeder Begegnung. Sie fühlen sich von einander angezogen und doch trennen sie Welten.

Die Geschichte von Celia und Jackson ist ein wunderbarer Abschluss dieser Reihe, die nun leider zu Ende ist. Die Autorin hat einen wunderbaren Erzählstil und lässt es auch an Spannung nicht fehlen. Endlich wird der Tod der Eltern aufgeklärt und Celia bekommt auch ihren Traummann. Auch wenn dieser ein etwas widerspenstiger und unterkühlter Zeitgenosse zu sein scheint. Dennoch ist Jackson sein sehr liebenswerter Protagonist, der eine wirklich harte und entbehrungsreiche Vergangenheit zu bewältigen hat. Dass er dabei seine Gefühle sorgsam hütet, wundert bei seiner Geschichte nicht.

Celia hingegen ist temperamentvoll und direkt. Sie hält kaum hinter dem Berg und hat sich einen guten Plan zurechtgelegt um das Ultimatum ihrer Großmutter erfüllen zu können. Doch da hat sie nicht mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen gerechnet. Und auch sie muss sich unbequemen Ereignissen aus ihrer Vergangenheit stellen.

Die meisten Protagonisten aus den vergangenen Büchern haben auch hier wieder ihren Auftritt. Vor allem Oliver, der wunderbar gelassen und pragmatisch auf diese Liason reagiert. Obwohl sie es sicher gut gemeint hat, agiert Großmutter Hetty wieder wie die Axt im Wald. Das Ultimatum, das zu Beginn dieser Reihe natürlich einen gewissen Sinn hatte, gerät immer mehr ad absurdum. Hetty agiert hart und starrsinnig. Jetzt kann sich der Leser natürlich denken wo die Sharpe Geschwister und deren Mutter diesen Wesenszug wohl her haben.

Obwohl Hetty längst verstanden hat, dass Jackson und Celia etwas verbindet, versucht sie diese Liason zu unterbinden. Dabei schreckt sie wirklich vor keiner Intrige zurück. Wäre Hetty selbst eine Frau aus dem Hochadel, dann hätte ich diese Winkelzüge noch verstanden. Doch sie kommt ja selbst aus der Gesellschaftsschicht, der auch Pinter angehört. Dennoch kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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