Honigkäfer – July Cullen

Die junge Jeanne wird von ihrem Stiefvater aus ihrem Elternhaus vertrieben und ist nun auf dem Weg nach Cassis. Dort soll sie bei Verwandten ihres Stiefvaters ihrens Lebensunterhalt verdienen. Leider wird die Reise zu einem Höllentrip. Ausgeraubt, erschöpft und am Ende ihrer Kräfte wird sie dann auch noch von einem Unbekannten entführt und in ein abgelegenes Herrenhaus verschleppt. Dort entpuppt sich ihr Entführer als attraktiver Mann und er übt eine teuflische Anziehung auf Jeanne aus. Obwohl sie verängstigt ist, kann sie sich seinen Verführungskünsten nicht erwehren und erliegt ihm.

Jedoch ist ihr Entführer ein sehr grober, harscher und dominanter Mann. Die Situation eskaliert vollends, als Jeanne realisiert, dass sie zum sexuellen Spielzeug dreier Brüder bestimmt ist. Während ihr Entführer Balthasar eben sehr mürrisch und bestimmend ist, erweist sich Lucien als charmant und fürsorglich. Der Jüngste – Victor – hingegen ist ein temperamentvoller Mann, der voll düsterer Begierde und Wünschen ist.

Doch es sind nicht nur die widersprüchlichen Gefühlen und das Begehren mit denen Jeanne umgehen muss. Instinktiv spürt sie, dass in dem Herrenhaus Merkwürdiges vorgeht und auch die drei Brüder geben Jeanne immer neue Rätsel auf ….

Der Auftakt zur Honigkäfer-Reihe konnte mich nicht ganz überzeugen. An der Schreibweise der Autorin gibt es nichts auszusetzen. July Cullen schreibt sehr spannend und sie versteht es sehr gut mit Worten umzugehen. Es gab keine Stelle, wo ich mir ein weiteres Lektorat gewünscht hätte. Am Stil gibt es also keine Kritik zu üben.

Jedoch fand ich den Plot bzw. die Umsetzung des Plots etwas vage. Da es sich um einen Erotikroman handelt, gibt es eben sehr viel Sex. Soweit – so gut. Das hat mich auch überhaupt nicht gestört, weil auch diese Szenen sehr gut beschrieben waren. Und die Autorin war hier wirklich sehr kreativ. So ist jeder Bruder anders und alle haben sie unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse. Und diese leben sie auch sehr abwechslungsreich mit Jeanne aus.

Allerdings hatte ich ein wenig Probleme mit der ‚Gewalt‘ der Jeanne von Anfang an ausgsetzt ist. Hierbei ist eben Balthasar der ‚Bösewicht‘ und es fällt mir wirklich schwer ihn zu mögen. Selbst als es dann zum Showdown kommt und er sich zu Jeanne bekennen muss um sie zu retten.

Leider wurde zu wenig auf die Vergangenheit der Brüder und Jeanne eingegangen. Wer sind/waren sie? Woher kommen sie? Was genau ist ihr gesellschaftlicher Hintergrund? Was tun sie und wie bestreiten sie ihren Lebensunterhalt? Und dann gab es noch so einen ganz banalen Aspekt, wo ich dann wohl über mich selbst schmunzeln musste. Wer putzt dieses große Anwesen? Wer kümmert sich um die Ställe und das Haus?

Ein Kompliment muss ich der Autorin jedoch noch aussprechen – mit der magischen Wendung zum Ende des Buchs habe ich nicht gerechnet. Leider wurde hierbei einfach viel zu wenig erklärt. Tatsächlich hat das Ende bei mir mehr Fragen aufgeworfen, als Antworten gegeben. Möglich, dass sich diese Antworten dann in den Folgebüchern finde.

Vielleicht bin ich mit einer zu großen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen, dennoch hat mir die Schreibweise der Autorin sehr gut gefallen und ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von ihr lesen.

 

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