Grace Valley: Im Glanz des Abendsterns – Robyn Carr

Kaum ist die Katze aus dem Sack, da muss sich die Landärztin June Hudson auch schon mit den neugierigen und besorgten Bewohner von Grace Valley auseinandersetzen. Dabei meinen es ihre Familie, Freunde und Patienten doch alle nur gut. June ist schwanger, soll sich schonen und gefälligst den Vater ihres Kindes heiraten. Dabei nimmt man natürlich auch noch den früheren Ermittler Jim Post genauer unter die Lupe. Zwar denken Jim und June sich eine ‚Geschichte‘ aus, doch sein Geheimnis wird von den scharfsinnigen Bewohnern Grace Valleys‘ schnell aufgedeckt.

Allerdings ’spielt‘ Jane erstmal nicht mit und weicht dem Thema Heirat so gut wie möglich aus. Ausserdem gibt es für die umtriebige Ärztin ja auch genug zu tun. Und im Grace Valley ist auch wieder viel los. So zieht eine neue Familie in den Ort, der Pastor Harry scheint persönliche Probleme zu haben und plötzlich taucht auch noch jemand aus Myrnas Vergangenheit auf. Ausserdem muss Jane sich mit ihrem neuen Leben zurechtfinden. Immerhin lebt sie jetzt mit Jim zusammen, der ihr jedoch keine Last sondern Bereicherung ist.

Jim selbst muss sich ebenfalls in der neuen Umgebung zurechtfinden und sich eine Aufgabe suchen. Schliesslich hat er ja seinen Job als Undercoverfahnder an den Nagel gehängt und verfügt nun über jede Menge Zeit und wenig Bekanntschaften im Grace Valley. Doch durch seine umgängliche Art kommt er den Menschen schnell näher und wird auch rasch ein Mitglied der Gemeinschaft.

June selbst wirkt manchmal ein wenig schusselig und naiv. Aber sie ist einfach ein liebenswerter Charakter und jede Frau, die schon einmal schwanger war, kann ihre gelegentlichen Aussetzer durchaus nachvollziehen.

Auch der dritte Teil der Grace Valley Reihe konnte mich überzeugen. Und wieder möchte ich betonen, dass es hier mehr um die Gemeinschaft geht und nicht nur um die Hauptpersonen June und Jim. Ja sicher, es wird ihnen sehr viel Platz eingeräumt. Aber die Autorin lässt den Leser auch Anteil an den ganzen Nebenfiguren haben und erzählt auch ihre Geschichte weiter. Keiner wird stiefmütterlich behandelt und auch wenn der Grundplot der Geschichte vielleicht ein wenig dünn gewesen sein mag, so ist die Grace Valley Reihe eine sehr flüssig geschriebene und angenehme Unterhaltung gewesen.

Selbstverständlich gibt es für June und die Bewohner ein Happy End. Dennoch lässt Robyn Carr auch hier wieder viele Sozialprobleme einfliessen und lässt den Leser einen Blick in ein Amerika werfen, wo nicht alle reich, schön, begehrenswert und liebenswert sind. Und auch wenn die Geschichte gut ausgeht, hat so mancher Protagonist weiter seine Last zu tragen.

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