Winterträume in Virgin River – Robyn Carr

Die junge Lehrerin Rebecca Timm hat eben ihren Job an einer Privatschule verloren und steht kurz vor der Verlobung mit ihrem Freund Doug, einem Jura-Studenten aus gutem Haus. Doch Becca denkt noch immer an ihren letzten Freund Denny. Trotz der schmerzlichen Trennung und den Verletzungen hat Becca mit dieser Beziehung noch immer nicht abgeschlossen und kann sich nur schwer auf ein gemeinsames Leben mit Doug einlassen. Deswegen nutzt sie einen Jagdausflug ihres Bruders, der ihn nach Virgin River führt. Dreist schliesst Becca sich ihrem Bruder an, denn Denny lebt inzwischen in Virgin River.

Denny Cutler, der nach schwierigen Jahren endlich Stabilität, Arbeit und vor allem Freundschaft gefunden hat, ist wie vor den Kopf gestoßen als er Becca so unerwartet wiedersieht. Auch für ihn fand nie ein richtiger Abschluss dieser Beziehung statt und anders als Becca ist Denny allein geblieben. Noch immer gehört sein Herz Becca, von der er sich so rüde getrennt und dann keine zweite Chance mehr bekommen hat. Doch jetzt hat Becca einen Freund und ihr Wiedersehen verläuft für sie beide schmerzlich und verwirrend. Dennoch knistert es noch immer zwischen dem früheren Liebespaar.

Nach einem Unfall, bei dem Becca sich den Knöchel bricht, ist sie zur Untätigkeit verdammt und muss sich schonen. Ausserdem sind ihr längere Reisen untersagt. Also bleibt sie erstmal in Virgin River und wird dort von Denny umsorgt. Sie lernt aber auch sein neues Leben kennen und erkennt wie problematisch seine Lage vor einigen Jahren war, als er sich von ihr getrennt hat.

Während Denny dem Leser ja schon aus dem letzten Buch bekannt ist, muss man Becca erst kennenlernen. Zu Beginn erscheint Becca etwas naiv und für mich auch irgendwie überheblich. Es hat eine Weile gedauert bis ich richtig mit ihr warm werden konnte, da sie für mich eben keine wirkliche Sympathieträgerin war. Doch im Laufe der Geschichte wird sie sympathischer und dem Leser wird auch deutlich vor Augen geführt wieso diese junge Beziehung scheitern musste.

Jedoch sind Becca und Denny später als Erwachsene ein sehr nettes Paar, dem man das gemeinsame Glück auch vergönnt. Und Becca erkennt, was die Gemeinschaft von Virgin River ausmacht und in dem Monat, das sie in Virgin River verbringt, wird sie reifer und erwachsener. Und sie erkennt was sie wirklich will und was für sie im Leben wirklich wichtig ist.

Neben den schon bekannten Gesichtern lernt der Leser auch neue Protagonisten kennen, die für die Geschichte selbst jedoch nur wenig Bedeutung haben. Möglicherweise wird sich dies jedoch in den Fortsetzungen der Reihe ändern. Für die Anfangsschwierigkeiten, die mir das Buch doch bereitet hat, gibt es einen Punkt Abzug. Wohl auch, weil der Zauber von Virgin River langsam verfliegt und man sich oft denkt: Das hab ich doch schon mal gelesen.

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