Die Verführung des Elliot McBride – Jennifer Ashley

Der angeblich schönste Tag im Leben einer Frau gerät für die Braut Juliana St. John zum Desaster. Ausgerechnet an diesem Tag wird sie von ihrem Bräutigam versetzt. Was nun tun? Gedemütigt flüchtet sie sich in eine Kapelle und entdeckt dort Elliot McBride – ihre erste, große Liebe. Der willigt auch sofort ein sie zu heiraten, nachdem Juliana ihm das Angebot macht. Und am Ende des Tages findet Juliana sich irgendwo am Land wieder. Denn Elliot, der nun endgültig aus Indien zurück gekommen ist, hat sich auf dem Land einen Besitz gekauft. Allerdings ist das Haus in einem erbarmungswürdigen Zustand, sein Vorbesitzer – ein schräger Vogel – lebt noch dort und Elliots Bedienstete sind Sikhs, die er aus Indien mitgebracht hat.

Elliot, der ebenfalls schon viele Jahre tiefe Gefühle für Juliana hegt, ist nicht mehr der Mann der er einmal war. Die Jahre in Indien haben ihn verändert und eine Entführung hat ihn traumatisiert. Noch immer hat er geistige Aussetzer und reagiert oft aggressiv oder verwirrt. Einzig seinem Diener gelingt es dann ihn aus dieser Hölle zu holen. Ausserdem hat Elliot das Gefühl verfolgt zu werden. Doch Juliana macht sich geduldig und beharrlich Elliots Schale zu durchbrechen. Sie steht zu ihm und auch vor ihm, wenn böse Worte und Anschuldigungen ihr kleines Glück zu gefährden drohen!

Der fünfte Teil der Reihe beschäftigt sich nun mit dem Bruder von Ainsley Douglas, die mit Cameron MacKenzie verheiratet ist. Obwohl das Buch durchaus auch seine witzigen Momente hat, ist es doch eher ernst und manchmal auch sehr düster gehalten. Elliot, der phasenweise sehr seltsam reagiert, scheint nicht alle Latten am Zaun zu haben. Selbst die Familie ist sich nicht sicher ob er jetzt verrückt ist, oder einfach nur traumatisiert. Doch in diesen Zeiten ist das vermutlich aufs Gleiche hinausgelaufen. Einzig seine Diener und Juliana stehen bedingungslos zu ihm.

Es ist auch eine besondere Stärke von Juliana, das sie so fest im Leben steht und nur selten wankt. Ihre Gefühle für Elliot sind absolut nachvollziehbar und der Leser fiebert mit ihr und Elliot mit. Auch Elliot ist ein sehr sympathischer Held, der viel durchgemacht hat. Natürlich kommen Ähnlichkeiten mit Ian MacKenzie auf und es wundert den Leser kaum, dass die beiden Männer ganz gut miteinander können. Zwar gibt es auch in diesem Buch wieder einen Krimianteil, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, doch er ist jetzt für die Entwicklung von Juliana und Elliot nur bedingt wichtig.

Da ich kein großer Fan davon bin, gibt es da auch nichts zu bemängeln. Für mich war die Geschichte um Elliot und Juliana wichtiger und es hat mich umso mehr gefreut, dass die Autorin Elliot einfach so gelassen hat. Mit all seinen Macken, Ecken und Kanten. Auch Juliana ist nicht perfekt, aber sie wird an Elliots Seite endgültig erwachsen und keiner kann daran zweifeln, dass sie ihm wirklich von Herzen zugetan ist.

 

 

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