Stürmische Versuchung – Stephanie Laurens

Die haarsträubenden Streiche seiner jungen Halbschwestern zwingen Gervase Tregarth mehr Zeit auf dem Land zu verbringen. Eigentlich ist er ja auf der Suche nach einer geeigneten Ehegattin und die hofft er in Londons Salons zu finden. Doch ausgerechnet jetzt zwingt ihn das Verhalten der Mädchen nach Cornwall, wo sich eigentlich nicht viel tut und wo einem auch nicht unbedingt eine passende Gefährtin die Hände fällt. Dabei ist das Gute doch so nah und taucht auch schon bald in Form Madeline Gascoigne auf. Sie ist die Nachbarin der Tregarths und führt für ihren minderjährigen Bruder die Geschäfte.

Überhaupt hat Madeline viel zu tun. Sie trägt Verantwortung für drei Jungen, wird in der Nachbarschaft geschätzt und versteht sehr viel von Landwirtschaft und dem Wirtschaften generell. Auch Gervase schätzt die Frau, die aus dem Backfischalter längst hinaus ist. Doch als begehrenswerte Frau hat er sie bis dato nicht wahrgenommen. Doch jetzt, wo er ernsthaft auf der Suche nach einer Ehefrau ist, ändert sich diese Sicht natürlich. Allerdings ist Madeline nicht nur tüchtig, sondern auch klug. Und sie durchschaut Gervase; widersetzt sich seinen beginnenden Annäherungsversuchen. Denn eine Zerstreuung für einen Sommer möchte die resolute Dame nicht sein!

Obwohl die Haupt- und Nebenakteure wieder sehr detailliert und liebevoll beschrieben werden, der Grundplot und auch der Krimianteil durchaus interessant sind, driftet auch dieser Teil des Bastion Clubs wieder in die Fadesse ab. Warum? Weil sich die Geschichte einfach wie ein Kaugummi zieht und sich die Autorin in ständigen Betrachtungen der Protagonisten verliert. Gebetsmühlenartig lässt sie Gervase und Madeline für sich und im offenen Gespräch wiederholen wieso eine Beziehung unpassend oder eben passend wäre.

Freunde von zerwühlten Betten werden an dem Buch ihre Freude haben. Wie schon so oft ziehen sich die Beschreibung des Liebesspiels über Seiten. Und das meine ich nicht einmal ironisch. Nach der gefühlt 20ten Verführung habe ich diese Passagen nur noch vorgeblättert. Kennt man eine, kennt man alle. Da Madeline und Gervase eben so oft über ihren Beziehungsstatus und ihre Gefühlswelt philosophieren durften, wurde damit natürlich der Schwung aus der Geschichte genommen. Irgendwann war der Krimiplot völlig unter schmachtenden Blicken und galoppierenden Pferde verschüttet. Leider nur 2 Sterne – weil es eben ein Laurens ist und die Protagonisten ja wirklich sehr sympathisch und liebenswürdig waren.

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