Engelsseele – Nalini Singh

Nach der großen Schlacht um New York, die soviele Opfer zu beklagen hatte, erholt sich die Stadt langsam. All die verletzten Engel und Vampire genesen unterschiedlich schnell und doch scheint sich eine nur trügerische Ruhe über die Stadt gelegt zu haben. Eine mumifizierte Tierleiche und eine ähnlich zugerichtete Menschenfrau tauchen auf. Unter den Vampiren scheint etwas vor sich zu gehen und eine neue Droge erobert sich ihren Platz in New York.

Raphael und seine Sieben beobachten die Situation besorgt und auch die Gilde ist aufgeschreckt. Die Jägerin Ash wurde bei der Schlacht um New York verletzt und ist noch nicht ganz einsatzfähig. Doch sie und der Vampir Janvier beginnen gemeinsam in der Angelegenheit der mumifizierten Frau zu ermitteln. Dabei bekommen sie vom Turm und der Gilde jede nur mögliche Unterstützung. Doch ihre Ermittlungen laufen immer wieder in eine Sackgasse. Nur langsam kommen sie einer wirklich grausigen Sache auf die Spur.

Ashwini und Janvier sind ‚alte‘ Nebenprotagonisten die immer wieder in den Büchern, aber auch Kurzgeschichten auftauchen. Schon seit Jahren knistert es zwischen dem lasziven Cajun und der schlagfertigen Jägerin. Doch gekonnt hält Ash ihren heißblütigen Verehrer auf Distanz, denn sie ist nicht bereit sich auf ihn einzulassen. Doch längst hat sie die Kontrolle über ihre Gefühle verloren und Ash kommt an einem Punkt wo sie Janvier ihre unglaublich traurige Vergangenheit und ihre erschreckenden Zukunftsperspektiven offenbart.

Was ich genau von der Geschichte erwartet habe, weiss ich nicht. Allerdings wurden meine Erwartungen weit übertroffen und es gab wieder viele emotionale Szenen, wo absoluter Taschentuchalarm angesagt war. Der Focus liegt zwar klar auf Ashwini und Janvier, doch gibt Nalini Singh Einblicke in das Leben von Raphael und Elena, sowie Honor und Dmitri. Doch auch Illium, Aodhan und Naasir nehmen ebenso viel Raum in dieser Geschichte ein. Und selbst über den Heiler Keir erfährt man ein paar Dinge, die diesen Protagonisten sehr interessant machen.

Schön fand ich wie Elena endlich ihren Platz findet und mit der Legion eine interessante Aufgabe bekommt. Diese mysteriösen Wesen haben sich in New York niedergelassen und Ellie versucht sie zu ergründen, zu verstehen und freundet sich sogar mit ihnen an. Doch all diese Informationen und Erzählstränge lenken nicht von Ash und Janvier ab. Obwohl sie zusammengehören, will Ash keine Unsterbliche werde. Zu groß ist ihre Angst vor den Konsequenzen und dem Grauen, das ihr dann vielleicht in der Unendlichkeit widerfährt.

Es ist unglaublich traurig und herzzerreissend wie Janvier um Ash kämpft. Wie er Mittel und Wege sucht die Geliebte an seiner Seite zu halten. Und wie er sich entschliesst seine eigene Existenz aufzugeben, sollte Ashwini tatsächlich nur ein Menschenleben – wenn überhaupt – haben. Wie immer schreibt Nalini Singh sehr spannend und der Erzählstrang um die Droge und ihre Auswirkungen ist durchaus plausibel und gut. Doch die Liebesgeschichte zwischen Ash und Janvier hat mich wahnsinnig berührt. Und ich bin schon sehr aufgeregt welcher der Sieben als Nächster seine Gefährtin oder auch Gefährten findet. Vielleicht ist Frau Singh ja auch mutig. 😉

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